Informationen zur TU Darmstadt
Die Technische Hochschule Darmstadt ist neben den Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg und der Gesamthochschule Kassel eine der fünf Universitäten des Landes Hessen. Sie ist die einzige Stätte im Land, an der Ingenieure mit Universitätsdiplom ausgebildet werden.

Der alte Streit zwischen Universitäten und Technischen Hochschulen um Vorrangstellung und Renommé ist heute glücklicherweise begraben und vergessen. Als es der TH Darmstadt im Rahmen der Hochschulreform Anfang der siebziger Jahre freistand, sich selbst in "Technische Universität" umzubenennen - wie es traditionsreiche Technische Hochschulen in anderen Bundesländern durchaus taten -, hat sie dies abgelehnt: Darmstadt steht zu seiner Geschichte als Technische Hochschule, zu seinen Anfängen aus den "Niederungen" einer Gewerbeschule, zu seiner Profilierung im Feld der "realen" Wissenschaft.

Dementsprechend liegt das Hauptgewicht der Technischen Hochschule Darmstadt noch heute in den ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen. In den Studiengängen von Architektur über Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau bis zu Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen sind rund 64 % der mehr als 17.000 Studierenden der TH Darmstadt eingeschrieben. Einen weiteren Schwerpunkt in Forschung und Lehre bilden die Naturwissenschaften, die von Anbeginn an in Darmstadt gepflegt wurden und wichtige Beiträge zur Grundlagenforschung leisten. Und schließlich haben auch die Sozial- und Geisteswissenschaften heute ihren anerkannten Platz im Fächerspektrum der TH Darmstadt. Ihre traditionelle Aufgabe, Lehrer für Gymnasien und berufliche Schulen auszubilden, ist nach wie vor zentral. Nicht weniger verstehen sich die sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächer aber auch als Partner der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachbereiche in der interdisziplinären Ausbildung und Forschung. Denn in einer Zeit rascher technischer Umbrüche mit weitreichenden Folgen für den einzelnen wie für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Gesamtgefüge kann eine verengende, nur unter fachlichen Gesichtspunkten konzipierte Ausbildung des natur- und ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses nicht mehr genügen.



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