Prof. Dr. phil. Roland Singer - Arbeitsschwerpunkte

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Sportpsychologie
In diesem Arbeitsbereich werden allgemein die psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Bedingungen, Abläufe und Folgen sportbezogenen Handelns untersucht und daraus Möglichkeiten zu deren systematischer Beeinflussung abgeleitet. Im besonderen wird folgenden Fragen nachgegangen:


  • Zur Sozialisationsfunktion des Sports/zur Beziehung zwischen Sport und Persönlichkeit
    Die Annahme, daß sportliche Betätigung eine über den physiologischen und motorischen Bereich hinausgehende Bedeutung für die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit, daß dem Sport eine Sozialisationsfunktion zukomme, ist zwar weit verbreitet, jedoch so global, daß sie kaum überprüfbar und so wohl auch nicht haltbar ist. Wir gehen daher differenzierteren Fragen nach und untersuchen etwa, welche Persönlichkeitsmerkmale sich auf welcher Altersstufe über welche Realisierungsformen sportlicher Aktivität unter den jeweils gegebenen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen relativ dauerhaft beeinflussen lassen.


  • Beziehung zwischen körperlich-sportlicher Aktivität und Gesundheit
    Viele epidemiologische Untersuchungen zur Frage nach der Beziehung zwischen körperlich-sportlicher Aktivität und Gesundheit betrachten die körperlich-sportliche Aktivität vorwiegend unter dem Aspekt des Energieverbrauchs und ihres Beitrages zur physiologischen und physischen Fitness. Da damit sowohl die körperlich-sportliche Aktivität als auch die Gesundheit recht einseitig erfaßt erscheint, gehen wir der Frage nach, welche Aspekte körperlich-sportlicher Aktivität erhoben werden müssen, um den potentiellen Beitrag solcher Aktivitäten zur Gesundheit - verstanden als facettenreiches Konstrukt - hinreichend zu erfassen.

    Artikel: Überprüfung eines (Kurz-)Fragebogens zur Erfassung der habituellen körperlichen Aktivität - (PDF Datei, 115 KB)


  • Aussteigen oder Dabeibleiben? Untersuchungen zu Determinanten der Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität von Erwachsenen in gesundheitsorientierten Sportprogrammen
    Das zunehmende Angebot an gesundheitsorientierten Sportprogrammen ist zwar in vielerlei Hinsicht zu begrüßen, jedoch ist auch nicht zu übersehen, daß es für den Großteil der teilnehmenden Personen offensichtlich ein gravierendes Problem darstellt, die einmal aufgenommene sportliche Aktivität in einem angeleiteten Programm über längere Zeit hinweg aufrechtzuerhalten. Ausstiegs-Quoten innerhalb eines halben Jahres von bis zu 50% sind in gesundheitsorientierten Sportprogrammen nämlich keineswegs ungewöhnlich. Da damit natürlich zumindest der längerfristige Nutzen solcher gesundheitsorientierten Sportprogramme gefährdet ist, untersuchen wir, welche personalen, sozialen und programmbezogenen Faktoren dafür verantwortlich sind, daß eine sportliche Aktivität nicht nur aufgenommen, sondern auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten wird.


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Letzte Aktualisierung: 15.05.2008