Prof. Dr. rer. medic. Josef Wiemeyer - Forschungsschwerpunkte und -projekte

1. Interne Bewegungsrepräsentation

2. Kontext-Interferenz

3. Übungsverteilung: Massiertes vs. verteiltes Üben

4. Relative Feedback-Häufigkeit

5. Bewusstsein und Bewegungslernen

6. Einsatz von EDV in der Sportwissenschaft - Analyse einer bundesweiten Befragung

7. Körperschwerpunktberechnung in der sagittalen Ebene (Java)

8. Einsatz multimedialer Lehr-Lernsysteme in der sportwissenschaftlichen Ausbildung

9. Bewegungsoptimierung mit Hilfe Genetischer Algorithmen

10. Künstliche Neuronale Netze und Mustererkennung

11. Fuzzy-Logik und Taktik in den Sportspielen

12. Flimmerverschmelzungsfrequenz

13. Einfluß von Dehnen auf sportliche Leistungen

14. e-Learning im Sport





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1. Interne Bewegungsrepräsentation

Interne Bewegungsrepräsentationen als hypothetische Konstrukte dienen als Grundlage zur Erklärung von Bewegungskontroll- und Bewegungslernenprozessen. Es werden zahlreiche unterschiedliche Modelle unterschieden, die zum Teil allgemeiner, zum Teil bereichsspezifischer Natur sind.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1994). Interne Bewegungsrepräsenation. Köln: bps.
Wiemeyer, J. (1997). Bewegungslernen im Sport. Darmstadt: WBG.
Wiemeyer, J. (2001). Bewußte Bewegungsrepräsentation - Komponenten, Zusammenhänge und Lerndynamik. In: J.R. Nitsch (Hrsg.), Denken - Sprechen - Bewegen (S.131-137). Köln: bps.
Wiemeyer, J. (2001). Conscious representations of movement: Structure and assessment. Motor Control and Learning, 1-12 (E-Journal; ISSN 1439-7919).

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2. Kontext-Interferenz

Ist es für das Lernen günstiger, Übungsfolgen nach spezifischen Kriterien zu strukturieren? Hier hat sich gezeigt, daß es im Sinne einer variablen Anwendung oftmals besser ist, unstrukturiert zu üben. Eigene Befunde und Meta-Analysen zeigen, daß hier als Randbedingungen das Fertigkeitsniveau und die erforderliche Übungshäufigkeit zu beachten sind.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1999). Experimentelle Untersuchungen zur Kontextinterferenz in den Sportspielen. In D. Alfermann & O. Stoll (Hrsg.), Motivation und Volition im Sport - Vom Planen zum Handeln (S.189-193). Köln: bps 1999.
Wiemeyer, J. (1998). Schlecht üben, um gut zu lernen? Narrativer und meta-analytischer Überblick zumKontext-Interferenz-Effekt. Psychologie und Sport 5 (3), 82-105.
Wiemeyer, J. (2002). Bewegungs- und Koordinationslernen: Lehrstrategien aus aktueller Perspektive. Sportunterricht, 51 (4), 99--105.
Wiemeyer, J. (2003). Motorisches Lernen - Lehrmethoden und Übungsgestaltung. In H. Mechling & J. Munzert (Hrsg.), Handbuch Bewegungswissenschaft - Bewegungslehre (S.405-428). Schorndorf: Hofmann.

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3. Übungsverteilung: Massiertes vs. verteiltes Üben

Ein Meta-Analyse von LEE/GENOVESE (1988) ergibt, daß verteiltes Üben gegeüber massiertem Übenkurzfristige und langfristige Vorteile bringt. Diese Hypothese wurde in einer experimentellen Untersuchung geprüftund auf der TeaP 1997 in Berlin vorgestellt.

Außerdem wurde nach den Vorgaben von SCHMIDT (1998) ein künstliches neuronales Netz entworfen, in demverschiedene Parameter-Konstellationen simuliert wurden.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1997). Vortrag auf der TeaP ’97 in Berlin.
Wiemeyer, J. (1999). Möglichkeiten und Grenzen informatischer Modellbildungsparadigmen im Sport. In K.Beiersdörfer, G. Engels & W. Schäfer (Hrsg.), Informatik 99. Informatik überwindet Grenzen (S.24). Berlin: Springer.
Wiemeyer, J. (2000). Artificial neural networks. Simulations using a simple delta network. In A. Baca (Ed.),Computer Science in Sport (S.103-111). Wien: öbv. [PDF]
Wiemeyer, J. (2001). Erweiterte Simulationen an einem einfachen Delta-Netzwerk. In J. Perl (Hrsg.), Sport und Informatik VIII (S.197-210). Köln: Strauß.


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4. Relative Feedback-Häufigkeit

Müssen Bewegungskorrekturen möglichst genau, möglichst schnell und möglichst häufig erfolgen? Die Forschung zeigt: Um die Eigenbewegungswahrnehmung zu unterstützen, dürfen Bewegungskorrekturen nicht zu genau, zu schnell und zu häufig erfolgen.

Eigene Befunde und Arbeiten anderer Forscher zeigen allerdings, daß bei komplexen Bewegungen der Korrekturbedarfrelativ hoch ist und nicht mit positiven Effekten reduzierter Korrekturhäufigkeiten zu rechnen ist.

In Zusammenarbeit mit Dr. Franz Marschall bereiten wir z.Zt. eine Meta-Analyse zu den kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen reduzierter Korrekturhäufigkeit vor.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1994). Sind Sportler im Techniktraining zu unselbständig? In R. Brack, A. Hohmann & H. Wieland(Hrsg.), Trainingssteuerung - Konzeptionelle und trainingsmethodische Aspekte (S.226-230). Stuttgart: Naglschmid 1994.
Wiemeyer, J. (1995). Hilf mir, Trainer! Überlegungen zur Selbständigkeit von Sportlern in Techniktrainingund Wettkampf. Leistungssport 25 (1), 51-54.
Wiemeyer, J. (1997). Bewegungslernen im Sport. Motorische, kognitive und emotionale Aspekte von Bewegung undBewegungslernen . Darmstadt: WBG.
Wiemeyer, J. (1998). Reduced frequency of extrinsic feedback does not enhance learning a gymnastic skill. In P.Blaser (Ed.), Sport-Kinetics ’97. Theories of human motor performance and their reflection in practice (S.135-139). Hamburg:Czwalina.
Wiemeyer, J., Marschall, F. & Bund, A. (i.V.). Does frequent augmented feedback really degrade learning?

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5. Bewußtsein und Bewegungslernen

Welche Rolle spielt das Bewußtsein beim Bewegungslernen:
Wir erforschen, in welcher Phase des Lernprozesses und welcher Handlungsphase welche Bewußtseinsinhalte Bewegungslernen wie beeinflussen. Dabei legen wir unseren Forschungen ein eigenes heuristisches Modell (Wiemeyer 1994, 1997) zugrunde.

Exemplarische Fragestellungen:

  • Instruktion und Bewegungslernen
  • Rhythmus und Bewegungslernen


Literatur:
Wiemeyer, J. (1994). Lern-, Aufnahme- und Strategietypen beim sportmotorischen Lernen. In P. Blaser, C. Stucke & K. Witte (Hrsg.), Steuer- und Regelvorgänge der menschlichen Motorik als Determinanten sportlicher Leistung (S.220-224). St. Augustin: Academia.
Wiemeyer, J. (1994). Interne Bewegungsrepräsentation. Grundlagen, Probleme und Perspektiven. Köln: bps.
Wiemeyer, J. (1995). Analyse emotionaler Prozesse beim sportmotorischen Lernen. In J.R. Nitsch (Hrsg.), Emotionen im Sport. Zwischen Körperkult und Gewalt (S.352-357). Köln: bps.
Wiemeyer, J. (1995). Schau her und mach's mir nach! Phänomene, Mechanismen des Nachahmungslernens und praktische Konsequenzen. Sportunterricht 44 (3), 98-109.
Wiemeyer, J. (1996). "Je mehr ich denke, desto schlechter werde ich!" Bewußtsein - "Motor" oder "Bremse" des Bewegungslernens. Psychologie und Sport 3 (3), 92-108.
Wiemeyer, J. (1997). Bewegungslernen im Sport. Motorische, kognitive und emotionale Aspekte von Bewegung und Bewegungslernen. Darmstadt: WBG.
Wiemeyer, J. (1997). Bewegungslernen in Abhängigkeit von der Instruktion. In P. Hirtz & F. Nüske (Hrsg.), Bewegungskoordination und sportliche Leistungs integrativ betrachtet (S.236-240). Hamburg: Czwalina.
Wiemeyer, J. (1999). Empirische Befunde zur Rolle von Emotionen beim Bewegungslernen. In Alfermann, D. & Stoll, O. (Hrsg.), Motivation und Volition im Sport - Vom Planen zum Handeln (S.184-188). Köln: bps.
Wiemeyer, J. (2000). Rhythmus als Bindeglied von Bewegung, Musik und Sprache im Sport. In G. Mantel (Hrsg.), Querverbindungen (S.133-144). Mainz: Schott.
Wiemeyer, J. (2001). Bewußte Bewegungsrepräsentation - Komponenten, Zusammenhänge und Lerndynamik. In: J.R. Nitsch (Hrsg.), Denken - Sprechen - Bewegen (S.131-137). Köln: bps.
Wiemeyer, J. (2001). Conscious representations of movement: Structure and assessment. Motor Control and Learning, 1-12 (E-Journal; ISSN 1439-7919). Wiemeyer, J. & Angert, R. (2005). Anwendung von IuK-Technologien zur Erfassung der Bewegungsvorstellung im Sport. In J. Edelmann-Nusser & K. Witte (Hrsg.), Sport und Informatik IX (S. 137-144). Aachen: Shaker.

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6. Einsatz von EDV in der Sportwissenschaft - Analyse einer bundesweiten Befragung

Die Sportinformatik, deren vielfältige Ursprünge 20 Jahre zurückreichen, hat sich zu einem leistungsfähigen und selbstbewußten sportwissenschaftlichen Arbeitsbereich entwickelt. Dieser Eindruck entsteht vor allem, wenn man die entsprechenden Publikationen analysiert.

Diese Entwicklung ist zunächst einmal positiv zu bewerten. Dennoch stellen sich die folgenden Fragen:

  • In welchem Umfang wird EDV bzw. sportinformatische Ansätze tatsächlich in der Praxis des Sports und der Sportwissenschaft genutzt?
  • In welchen Bereichen besteht ein zukünftiger Bedarf an EDV bzw. sportinformatischen Ansätzen?
  • Welche Probleme treten beim Einsatz von EDV bzw. sportinformatischen Ansätzen auf?
  • Welches sind potientielle Hinderungsgründe für den Einsatz von EDV im Sport?

Da Sportwissenschaft hier eine gewisse Vorreiter- und Vorbild-Funktion haben kann und die Anzahl sportwissenschaftlicher Institutionen relativ überschaubar ist, bietet es sich an, die Nutzung von EDV an diesen Instutionen zu erheben. Im Jahr 1996 wurde deshalb von Mester (Köln) und Perl (Mainz) eine bundesweite Umfrage durchgeführt, deren Ziel eine erste Bestandsaufnahme bzgl. der angesprochenen Fragen war. Diese Daten wurden am Institut für Sportwissenschaft in Darmstadt ausgewertet.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1997). Einsatz von EDV in der Sportwissenschaft - Analyse einer bundesweiten Befragung. dvs-Informationen 12 (4), 12-14.
Wiemeyer, J. (1998). Einsatz von EDV in der Sportwissenschaft - Analyse einer bundesweiten Befragung. In W. Miethling& J. Perl (Hrsg.), Sport und Informatik VI (S.195-207). Köln: Strauß.
Wiemeyer, J. (1999). Sportinformatische Ausbildung. In J. Perl & H. Bayen (Hrsg.), Informatik im Sport VII (S.89-103). Köln: Strauß.[PDF]

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7. Körperschwerpunktberechnung in der sagittalen Ebene (Java und Flash)

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8. Einsatz multimedialer Lehr-Lernsysteme in der sportwissenschaftlichen Ausbildung

Multimediale Lehr-Lern-Systeme gewinnen auch in Sport und Sportwissenschaft zunehmend an Bedeutung. Um ihre Vorteile eines variablen, selbstbestimmten Lernens zu nutzen, werden in verschiedenen Projekten spezifische multimediale Ausbildungsprogramme für die Sportwissenschaft entwickelt.

Bei Anklicken startet Animation der Kippe am Hochreck

Eine kleine Auswahl der durchgeführten Projekte finden Sie hier:

  • Projekt "Messwertaufnahme und -verarbeitung" (Programm "MaViS-CBT; Diplomarbeit Christian Schade; 1999)
  • Projekt "Bewegungswissenschaft" (Programm "BWS-CBT"; HSP III; seit 1998)
  • Projekte für verschiedene Sportarten, z.B. "Krafttraining im Hallenhandball" (Diplomarbeit Thorsten Schmid; 2001)
  • Projekt "Einführung in das Sportstudium" (Programm "EidS"; Dipomarbeit Roberta Sturm; 2001)
  • Projekt "Biomechanische Prinzipien" (Programm "BIO-PRINZ"; aktivierende Lehrformen, TUD; kontinuierlich, seit 2001)
  • Projekt "Bewegungswissenschaft im WWW" (gefördertes Projekt im Rahmen der Dualmode-Universität; seit 2003/2004, kontinuierliche Weiterführung)
    Zum Online-Kurs: Klicken Sie bitte hier!
  • Projekt "Multimediale Aufbereitung des 1. Zukunftskongresses des Landessportbundes Hessen" (2005)

Literatur (Auswahl):
Wiemeyer, J. & Singer, R. (1999)(Hrsg.). Multimedia im Sport - Grundlagen und Anwendungen. Darmstadt: Institut für Sportwissenschaft.
Wiemeyer, J. (2000). Animation and simulation in sport science education - Examples and evaluation. In A. Baca (Ed.),Computer Science in Sport (S.308-314). Wien: öbv.
Wiemeyer, J. (2001). Multimediale Lernprogramme in der sportwissenschaftlichen Ausbildung. In J. Perl (Hrsg.), Sport und Informatik VIII (S.211-225). Köln: Strauß.
Wiemeyer, J. (2001). Learning with multimedia - concepts and experiences. International Journal of Performance Analysis 1 (1), 41-54 (E-Journal; ISSN: 1474-8185).
Wiemeyer, J. (2002). Multimedia im Sport. In H. Altenberger (Hrsg.), Medien im Sport (S.123-153). Schorndorf: Hofmann.
Wiemeyer, J. (2002). Multimedia im Sport. In B. Strauß, M. Kolb & M. Lames (Hrsg.), sport-goes-media.de (S.119-134). Schorndorf: Hofmann.
Wiemeyer, J. (2002). Konzepte zur Entwicklung multimedialer Lernprogramme. dvs-Informationen, 17 (3), 18-20.
Wiemeyer, J. (2000). Concepts for the development of multimedia for education. International Journal of Computer Science in Sport.
Wiemeyer, J. (2002). Evaluation of multimedia programs in sport science education. International Journal of Computer Science in Sport.
Wiemeyer, J. (2005). Arbeitskreis: Innovative Lehrkonzeptionen - Einführung, Zusammenfassung und Ausblick. In H. Gabler, U. Göhner & F. Schiebl (Hrsg.), Zur Vernetzung von Forschung und Lehre in Biomechanik, Sportmotorik und Trainingswissenschaft (S.102-105). Hamburg: Czwalina. (ISBN 3-88020-441-1)
Wiemeyer, J. (2005). BioPrinz - Multimediales Lernen von Studierenden für Studierende. In H. Gabler, U. Göhner & F. Schiebl (Hrsg.), Zur Vernetzung von Forschung und Lehre in Biomechanik, Sportmotorik und Trainingswissenschaft (S.150-154). Hamburg: Czwalina. (ISBN 3-88020-441-1)
Wiemeyer, J. (2005). e-Learning in der Sportwissenschaft: Qualitätsmanagement und Evaluation. thema forschung, (1),. 50-54. (ISSN 1434-7768)
Wiemeyer, J. (Hrsg.). (2005). Education, Research and New Media. Chances and Challenges for Science. Hamburg: Czwalina.
Wiemeyer, J. (2005). Dual-Mode-Lehre in der Bewegungswissenschaft. In W. Sesink & Wendland, K. (Hrsg.), Studieren im Cyberspace? Die Ausweitung des Campus in den virtuellen Raum (S.171-185). Münster: Lit.
Wiemeyer, J. (2005). Ready for e-learning? Students’ equipment and attitude. In F. Seifriz, J. Mester, J. Perl, O. Spaniol & J. Wiemeyer (Eds.), Book of Abstracts - 1st International Working Conference IT and sport and 5th Conference dvs-Section Computer Science in sport (pp.31-35). Köln: DSHS. [ISBN 3-00-014576-1]
Wiemeyer, J. (2005). Technology meets human operator. Perception, cognition and visualisation. In F. Seifriz, J. Mester, J. Perl, O. Spaniol & J. Wiemeyer (Eds.), Book of Abstracts - 1st International Working Conference IT and sport and 5th Conference dvs-Section Computer Science in sport. (pp.108-113). Köln: DSHS. [ISBN 3-00-014576-1]


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9. Bewegungsoptimierung mit Hilfe Genetischer Algorithmen

Neuere Modellbildungsparadigmen der Informatik wie Fuzzy-Logik, künstliche Neuronale Netze, genetischeAlgorithmen und Evolutionsstrategien werden zur Bearbeitung sportwissenschaftlicher Fragestellungen (z.B. Simulation vonExpertenentscheidungen, Lernsimulation, Mustererkennung und Bewegungsoptimierung) eingesetzt. So dient z.B. dieFuzzy-Logik der Simulation von Trainerentscheidungen bei der Festlegung taktischer Positionen im Fußball.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1999). Möglichkeiten und Grenzen informatischer Modellbildungsparadigmen im Sport. In K. Beiersdörfer,G. Engels & W. Schäfer (Hrsg.), Informatik 99. Informatik überwindet Grenzen (S.24). Berlin: Springer.
Wiemeyer, J. (2000). Vorbild Natur. thema Forschung (2), 18-22. Wiemeyer, J. & Friederich, V. (2001). Bewegungsoptimierung (2D) mit Hilfe Genetischer Algorithmen. In J. Perl (Hrsg.), Sport und Informatik VIII (S.181-195), Köln: Strauß.[Abstract PDF]
Wiemeyer, J. (2002). Auf der Suche nach gelungenen Bewegungen. thema forschung (2), 64-68.


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10. Künstliche Neuronale Netze und Mustererkennung

Zur Abschätzung der Bedeutung verschiedener Netzwerkparameter für die Simulation künstlicher neuronaler Netze wurden an einem einfachen neuronalen Netzwerk mit zwei bis 20 Eingangsneuronen und einem Ausgangsneuron Simulationen vorgenommen. Die Eingangsneuronen konnten die Werte 0 und 1 (d.h. "Merkmal vorhanden/ nicht vorhanden") annehmen, während das Ausgangsneuron durch Werte zwischen 0 und 1 die relative Sicherheit der Musterklassifikation signalisierte. Die Anpassung der synaptischen Gewichte erfolgte über die allgemeine FunktionDw=x×s(Nettoinput), wobei Nettoinput=S xi×wi und s(Nettoinput) = 1/(1+exp(-a×Nettoinput)), a>0 sind (xi – Aktivierungszustand von Neuron i; wi – synaptische Gewichte zwischen Eingangsneuron i und Ausgangsneuronen).

Es zeigen sich in allen Simulationsserien signifikante Nichtlinearitäten, insbesondere in der Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Randbedingungen.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1999). Möglichkeiten und Grenzen informatischer Modellbildungsparadigmen im Sport. In K.Beiersdörfer, G. Engels & W. Schäfer (Hrsg.), Informatik 99. Informatik überwindet Grenzen (S.24). Berlin: Springer.
Wiemeyer, J. (2000). Artificial neural networks. Simulations using a simple delta network. In A. Baca (Ed.),Computer Science in Sport (S.103-111). Wien: öbv.[PDF]
Wiemeyer, J. (2001). Erweiterte Simulationen an einem einfachen Delta-Netzwerk. In J. Perl (Hrsg.), Sport und Informatik VIII (S.197-210). Köln: Strauß.


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11. Fuzzy-Logik und Taktik in den Sportspielen

Welche Eigenschaften muß ein Spieler aufweisen, um auf einer bestimmten taktischen Position zu spielen?Über welche beobachtbaren Merkmale kann man diese Eigenschaften erfassen? Sucht man Antworten auf diese Fragen,so fallen sehr schnell unscharfe Begriffe wie Torgefährlichkeit, Zweikampfstärke, Kopfballstärke undÜbersicht.

Auf der Basis der Fuzzy-Logik erforschen wir die o.g. Fragen von zwei Seiten:
  • Befragung von Trainern im Fußball und Basketball
  • Simulation taktischer Entscheidungen mit Hilfe eines Fuzzy-Expertensystems



Literatur:
Wiemeyer, J. (1999). Möglichkeiten und Grenzen informatischer Modellbildungsparadigmen im Sport. In K. Beiersdörfer, G. Engels & W. Schäfer (Hrsg.), Informatik 99. Informatik überwindet Grenzen (S.24). Berlin: Springer.
Wiemeyer, J. (1999). Fuzzy-Logik und die Identifikation taktischer Positionen im Fußball. In K. Roth et al.(Hrsg.), Dimensionen und Visionen des Sports (S.132). Hamburg: Czwalina.
Wiemeyer, J. (2002). Wer spielt auf welcher Position? Fuzzy-Logik und die Zuweisung taktischer Positionen im Fußball. In K. Ferger, N. Gissel & J. Schwier (Hrsg.), Sportspiele erleben, vermitteln, trainieren (S.283-292). Hamburg: Czwalina. [Abstract PDF]
Wiemeyer, J. (2003). Who should play on which position in soccer? Empirical evidence and unconventional modelling. International Journal of Performance Analysis, 3 (1), 1-18. (E-Journal; ISSN: 1474-8185)

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12. Flimmerverschmelzungsfrequenz

Wir untersuchen z.Zt. die verschiedenen Randbedingungen von FVF-Messungen mit Hilfe der räumlich-zeitlichenAuswahlmethode (RZA). Mehrere Untersuchungen konzentieren sich z.Zt. auf vier Schwerpunkte:
  • Einfluß von Übungseffekten
  • Einfluß des Hell-Dunkel-Quotienten
  • Einfluß von Dunkeladaptationsprozessen
  • Einfluß des Antwortverhaltens der Probanden (Signalentdeckungstheorie)




Literatur:
Wiemeyer, J. (1996). Flimmerverschmelzungsfrequenz und allgemeines zentralnervöses Aktivierungsniveau. In U. Bartmus,H. Heck, J. Mester, H. Schumann & G. Tidow (Hrsg.), Sinnes- und Neurophysiologie im Sport. Ansätze, Ergebnisse und Defizite (S.163-171). Köln: Strauß.
Wiemeyer, J. (2000). Möglichkeiten und Grenzen der Flimmerverschmelzungsfrequenz (FVF) als psycho-physiologischesMeßverfahren. Vortrag auf dem Symposium "Auge und Sport" am 22.1.2000 in Hennef.
Wiemeyer, J. (2000). Critical Flicker Fusion Frequency as a measure of central nervous activation. Vortrag auf dem Internationalen Symposium "Exercise and Brain" am 8.4.2000 in Bonn. [Abstract PDF]
Wiemeyer, J. (2001). Die Flimmerverschmelzungsfrequenz - Ein multifaktorieller psychophysischer Indikator im Sport. Zeitschrift für praktische Augenheilkunde & Augenärztliche Fortbildung, 22, 426-432.
Wiemeyer, J. (2002). Flimmerverschmelzungsfrequenz und zentralnervöse Aktivierung. Neurologie & Rehabilitation, 8 (1), 29-34.

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13. Einfluß von Dehnen auf sportliche Leistungen

In vielen Sportarten spielt die Beweglichkeit eine wichtige Rolle, z.B. beim Turnen oder beim Wasserspringenfür eine möglichst enge Hüftbeugung, beim Hürdensprint für ein möglichst effizientesBewegen des Nachziehbeins oder beim Fußball für die Abwehr platziert geschossener Bälle durch denTorwart. Als Methode zur Verbesserung der Beweglichkeit wird Dehnen eingesetzt. Dabei sind die eingesetztenDehnmethoden so vielfältig wie das Phänomen der Beweglichkeit selbst.

Doch mit dem Dehnen ist das so eine Sache. Einerseits gehören Lockern und Dehnen zum gewöhnlichen Repertoiredes Trainings, insbesondere des Auf- oder Abwärmens. Andererseits zeigen gerade zahlreiche neuere wissenschaftlicheVeröffentlichungen, daß man guten Grund hat, die bisher eingesetzten Dehnpraktiken kritisch zu überdenken.In mehreren eigenen Untersuchungen wird die Auswirkung von Dehnen auf die sportliche Leistung geprüft.

Literatur:
Wiemeyer, J. (1994). Dehnen - aber wie? In D. Jütting & P. Lichtenauer, Bewegungskultur in der modernen Stadt (S.324-331).Münster: Lit.
Wiemeyer, J. (1994). Praxis des Dehnens. In D. Jütting & P. Lichtenauer, Bewegungskultur in der modernen Stadt (S.332-338).Münster: Lit.
Wiemeyer, J. (1999). Dehnen - unverzichtbar, nutzlos oder sogar gefährlich? Sportfenster (2), 12.
Wiemeyer, J. (2000). Dehnen - unverzichtbar, nutzlos oder sogar gefährlich? Pluspunkt Gesundheit (1), 3-4.[PDF]
Wiemeyer, J. (2001). Beweglichkeitstraining im Sport. In R. Singer (Hrsg.), Neuere Erkenntnisse zum Konditionstraining (S. 121-155). Darmstadt: IfS.
Wiemeyer, J. (2002). Stretching - eine sinnvolle Vorbereitungsmaßnahme im Sport? Kritische Diskussion kurz-, mittel- und langfristiger Effekte statischen Dehnens. Spectrum der Sportwissenschaften, 14 (1), 53-80.
Wiemeyer, J. (2002). Dehnen reduziert auch die Weitsprungleistung. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge 43 (2), 80-91. Wiemeyer, J. (i.Dr.). Zur zeitlichen Stabilität der negativen Effekte statischen Dehnens auf Schnellkraftleistungen. In J. Freiwald, T. Jöllenbeck & N. Olivier (Hrsg.), Prävention und Rehabilitation. Köln: Strauß.

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14. e-Learning im Sport

Das Lernen mit elektronischen Medien hat in der Vergangenheit viele, zum Teil unerfüllbare Hoffnungen hervorgerufen. Im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte untersuchen wir, wie e-Learning gezielt im Sinne eines Dual-Mode-Vorgehens in die universitäre Präsenzlehre eingebunden werden kann. Dabei werden in der Mehrzahl selbst entwickelte Online-Kurse, eLectures und Lernumgebungen eingesetzt und auf der Grundlage formativer und summativer Evaluationsmethoden ergänzt und weiterentwickelt.

Auswahl der aktuell bearbeiteten Projekte:
  • Dual-Mode-Lernen in der Bewegungswissenschaft - Weiterentwicklung und kontinuierliche Evaluation
  • Multimediale Lernumgebung "BioPrinz"- Weiterentwicklung und kontinuierliche Evaluation
  • NSF-Projekt "RIMAS" (Scientific advisor)
  • HeLPS-Projekt (Projektbericht, PDF, 386 KB)

Link zu Lehrer-Online - Erfahrungsbericht zum Einsatz der von uns entwickelten Animationen im Unterricht

Literatur (Auswahl):
Wiemeyer, J. & Singer, R. (Hrsg.). (1999). Multimedia im Sport - Grundlagen und Anwendungen (Schriftenreihe des Instituts für Sportwissenschaft). Darmstadt: Institut für Sportwissenschaft.
Wiemeyer, J. (2000). Animation and simulation in sport science education – Examples and evaluation. In Baca, A. (Ed.), Computer science in sport (pp.308-314). Wien: öbv und hpt.
Wiemeyer, J. (2001). Learning with multimedia - concepts and experiences. International Journal of Performance Analysis, 1 (), 37-51. (E-Journal; ISSN: 1474-8185)
Wiemeyer, J. (2001). Multimediale Lernprogramme in der sportwissenschaftlichen Ausbildung. In J. Perl (Hrsg.), Sport und Informatik VIII (S.211-225). Köln: Strauß.
Wiemeyer, J. (2001). Teaching sport science by means of multimedia: Concepts and experiences. In J. Mester, G. King, H. Strüder, E. Tsolakidis & A. Osterburg (Eds.), Perspectives and profiles. Book of abstracts (p.387). Köln: Strauß.
Wiemeyer, J. (2002). Multimedia im Sport. In B. Strauß, M. Kolb & M. Lames (Hrsg.), sport-goes-media.de (S.119-134). Schorndorf: Hofmann.
Wiemeyer, J. (2002). Konzepte zur Entwicklung multimedialer Lernprogramme. dvs-Informationen, 17 (3).
Wiemeyer, J. (2003). Evaluation of multimedia programs in sport science education. International Journal of Computer Science in Sport, (Special edition 1), 41-50.
Wiemeyer, J. (2003). Concepts for the development of multimedia for education. International Journal of Computer Science in Sport, (Special edition 1), 31-40.
Wiemeyer, J. (2003). Learning with multimedia - more promise than practice? International Journal of Computer Science in Sport, 2 (1), 102-116.
Wiemeyer, J. (i.Dr.). Multimedia-Programm „BioPrinz“ (CD-ROM). In Dokumentation zum Telemedia-Workshop am 19.2.2003 an der TU Darmstadt.
Wiemeyer, J. (2004). Analyse der Qualität der multimedialen Lernumgebung „BioPrinz“. In Sharing Knowledge: Scientific communication (S.283-292). Bonn: IZ Sozialwissenschaften. (ISBN 3-8206-0145-7)
Wiemeyer, J. (2004). E-Learning und Sport. Neue Chancen und neue Gefahren. In P. Wüthrich & Grötztinger Strupler, C. (Hrsg.), Lernen und Lehren mit Medien im Sport (S. 72-89). Herzogenbuchsee: Ingold.
Wiemeyer, J. (2005). Arbeitskreis: Innovative Lehrkonzeptionen - Einführung, Zusammenfassung und Ausblick. In H. Gabler, U. Göhner & F. Schiebl (Hrsg.), Zur Vernetzung von Forschung und Lehre in Biomechanik, Sportmotorik und Trainingswissenschaft (S.102-105). Hamburg: Czwalina. (ISBN 3-88020-441-1)
Wiemeyer, J. (2005). BioPrinz - Multimediales Lernen von Studierenden für Studierende. . In H. Gabler, U. Göhner & F. Schiebl (Hrsg.), Zur Vernetzung von Forschung und Lehre in Biomechanik, Sportmotorik und Trainingswissenschaft (S.150-154). Hamburg: Czwalina. (ISBN 3-88020-441-1)
Wiemeyer, J. (2005). e-Learning in der Sportwissenschaft: Qualitätsmanagement und Evaluation. thema forschung, (1), 50-54. (ISSN 1434-7768)
Wiemeyer, J. (2005). Dual-Mode-Lehre in der Bewegungswissenschaft. In W. Sesink & Wendland, K. (Hrsg.), Studieren im Cyberspace? Die Ausweitung des Campus in den virtuellen Raum (S.171-185). Münster: Lit.
Wiemeyer, J. (2005). Ready for e-learning? Students’ equipment and attitude. In F. Seifriz, J. Mester, J. Perl, O. Spaniol & J. Wiemeyer (Eds.), Book of Abstracts - 1st International Working Conference IT and sport and 5th Conference dvs-Section Computer Science in sport (pp.31-35). Köln: DSHS. [ISBN 3-00-014576-1]
Wiemeyer, J. (2005). Technology meets human operator. Perception, cognition and visualisation. In F. Seifriz, J. Mester, J. Perl, O. Spaniol & J. Wiemeyer (Eds.), Book of Abstracts - 1st International Working Conference IT and sport and 5th Conference dvs-Section Computer Science in sport. (pp.108-113). Köln: DSHS.
Wiemeyer, J. (2006). Informationstechnologie-Ausstattung und Einstellung von Studienanfängern im Hinblick auf e-Learning – eine Drei-Jahres-Studie, In J. Edelmann-Nusser & K. Witte (Hrsg.), Sport und Informatik IX (S. 91-98). Aachen: Shaker Verlag.
Wiemeyer, J. (i.Dr.). Lehren und Lernen mit Multimedia in der sportwissenschaftlichen Ausbildung - Durchbruch oder erneutes lerntechnologisches Desaster? In J. Schwier, M. Danisch & G. Friedrich (Hrsg.), E-Learning in der Sportpraxis. Köln: Strauß.

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